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maekawa_kunio

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maekawa_kunio [2022/08/08 02:22] – [Zeit unter Le Corbusier] bguelsoymaekawa_kunio [2022/08/08 02:26] (aktuell) – [Auf der Suche nach humaner Architektur: Maekawa Kunios Stil von 1965 bis 1986] bguelsoy
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 Während der Kriegszeit hatte Maekawa nicht nur mit der Mitarbeiter- und Materialknappheit zu kämpfen, sondern auch mit der nationalistischen Kriegspropaganda, die mittels der Architektur zum Ausdruck kommen sollte. Maekawa war weder politisch aktiv, noch wollte er sich durch die politische Stimmung beeinflussen lassen. Er vertrat vielmehr die Meinung, dass Architekten ihr Handwerk möglichst frei von der Politik gestalten sollten.  Während der Kriegszeit hatte Maekawa nicht nur mit der Mitarbeiter- und Materialknappheit zu kämpfen, sondern auch mit der nationalistischen Kriegspropaganda, die mittels der Architektur zum Ausdruck kommen sollte. Maekawa war weder politisch aktiv, noch wollte er sich durch die politische Stimmung beeinflussen lassen. Er vertrat vielmehr die Meinung, dass Architekten ihr Handwerk möglichst frei von der Politik gestalten sollten. 
  
-Dies war jedoch leichter gesagt als getan, wie bereits die schwierige Auftragslage zeigte. Hinzu kam aber auch, dass sich die Politik selbstverständlich der Architektur als Medium bediente. Besonders kommt die im sogenannten //teikan yôshiki// 帝冠様式 (Stil der kaiserlichen Krone) zum Ausdruck, welches zum architektonischen Symbol des Nationalismus geworden war: eine stabile, typisch westliche, aus Beton bestehende Basis, die mit einem schweren Dach im japanischen Stil gekrönt wurde. Obwohl Maekawa und viele seiner Kollegen versuchten, sich dem erwünschten Stil zu widersetzen, wurde bei Architekturwettbewerben und Auftragsvergaben natürlich nach politischen Maßstäben entschieden. So beugte er sich schließlich den Anforderungen, japanische Architektur mit westlichen Elementen zu verbinden und plante ein Gebäude im //shoin zukuri// 書院造 (Stil des Studierzimmers). Auch wenn der Stil ursprünglich im 15. und 16. Jahrhundert für Wohnhäuser der obersten Gesellschaftsschicht Verwendung fand, nutzte Maekawa sie auf geschickte Art und Weise, um seine eigenen Ideen zu verwirklichen. Er verband in seinen Pläne den Shoin-Stil der Vormoderne mit Eigenschaften des Modernismus. Damit blieb er nicht nur seinem Prinzip treu, "man solle die Vergangenheit respektieren, aber nicht wiederholen", sondern zeigte auch, dass die japanische Architektursprache der Vormoderne genutzt werden konnte, um einen japanischen Modernismus zu schaffen. +Dies war jedoch leichter gesagt als getan, wie bereits die schwierige Auftragslage zeigte. Hinzu kam aber auch, dass sich die Politik selbstverständlich der Architektur als Medium bediente. Besonders kommt dies im sogenannten //teikan yôshiki// 帝冠様式 (Stil der kaiserlichen Krone) zum Ausdruck, welches zum architektonischen Symbol des Nationalismus geworden war: eine stabile, typisch westliche, aus Beton bestehende Basis, die mit einem schweren Dach im japanischen Stil gekrönt wurde. Obwohl Maekawa und viele seiner Kollegen versuchten, sich dem erwünschten Stil zu widersetzen, wurde bei Architekturwettbewerben und Auftragsvergaben natürlich nach politischen Maßstäben entschieden. So beugte er sich schließlich den Anforderungen, japanische Architektur mit westlichen Elementen zu verbinden und plante ein Gebäude im //shoin zukuri// 書院造 (Stil des Studierzimmers). Auch wenn der Stil ursprünglich im 15. und 16. Jahrhundert für Wohnhäuser der obersten Gesellschaftsschicht Verwendung fand, nutzte Maekawa sie auf geschickte Art und Weise, um seine eigenen Ideen zu verwirklichen. Er verband in seinen Pläne den Shoin-Stil der Vormoderne mit Eigenschaften des Modernismus. Damit blieb er nicht nur seinem Prinzip treu, "man solle die Vergangenheit respektieren, aber nicht wiederholen", sondern zeigte auch, dass die japanische Architektursprache der Vormoderne genutzt werden konnte, um einen japanischen Modernismus zu schaffen. 
  
 ====Stilistische Entwicklungen in der Nachkriegszeit==== ====Stilistische Entwicklungen in der Nachkriegszeit====
  
-Nach dem Zweitem Weltkrieg stellte die Wohnknappheit in Japan ein sehr großes Problem dar; viele Menschen hatte aufgrund der zahlreichen Bombenangriffe ihr Heim verloren oder kamen ohne familiären Anschluss aus den Kolonien zurück nach Japan. Die Menschen sehnten sich nach der einst gelebten Normalität, die sie durch die Folgen des Krieges nicht mehr hatten. Architekten waren dazu aufgerufen, umsetzbare Lösungen für die Wohnraumknappheit zu finden. So engagierte sich auch Maekawa.  +Nach dem Zweitem Weltkrieg stellte die Wohnknappheit in Japan ein sehr großes Problem dar; viele Menschen hatten aufgrund der zahlreichen Bombenangriffe ihr Heim verloren oder kamen ohne familiären Anschluss aus den Kolonien zurück nach Japan. Die Menschen sehnten sich nach der einst gelebten Normalität, die sie durch die Folgen des Krieges nicht mehr hatten. Architekten waren dazu aufgerufen, umsetzbare Lösungen für die Wohnraumknappheit zu finden. So engagierte sich auch Maekawa.  
  
 **PREMOS** **PREMOS**
  
-Puremosu jûtaku プレモス住宅 oder kurz Premos war Maekawas Antwort auf die Wohnknappheit, die in den Nachkriegsjahren herrschte. Dabei handelte sich um billige, massenproduzierte aber qualitativ hochwertige Wohnhäuser, die wie ein Baukastenset einfach zusammengesetzt werden konnten. Auf einer Fläche von 52 Quadratmeter setzten sich diese aus Spanholzplatten bestehenden Häuser aus Küche, Wohnzimmer, Schlafplatz und Bad zusammen. Als Inspiration für das Konzept diente Le Corbusiers Dom-Ino Projekt, ein einfaches Wohnkonzept nach modularem Prinzip, bei dem die Wohnungen übereinander gelegt werden, um Platz effektiv zu nutzen, sowie das Konzept der //maison minimum//. Oftmals verglich Maekawa das Premos-Projekt mit der Automobilindustrie in den USA, wo massenproduzierte Autor am Fließband gebaut und zu erschwinglichen Preisen verkauft wurden. Die Einzelteile für die Häuser wurden in einer stillgelegten Werkstatt einer Zweigstelle der Mandschurischen-Luftfahrt-Aktiengesellschaft in der Präfektur Tottori produziert. Die Holzbearbeitungsmaschinen wurden nicht mehr genutzt und standen Maekawa zur freien Verfügung. Premos stellt den Beginn der vorgefertigte Häuser in Massenproduktion in Japan dar; gleichzeitig konnte Maekawa erste Erfahrungen im Bereich der Produktion sammeln.+Puremosu jûtaku プレモス住宅 oder kurz Premos war Maekawas Antwort auf die Wohnknappheit, die in den Nachkriegsjahren herrschte. Dabei handelte es sich um billige, massenproduzierteaber qualitativ hochwertige Wohnhäuser, die wie ein Baukastenset einfach zusammengesetzt werden konnten. Auf einer Fläche von 52 Quadratmeter setzten sich diese aus Spanholzplatten bestehenden Häuser aus Küche, Wohnzimmer, Schlafplatz und Bad zusammen. Als Inspiration für das Konzept diente Le Corbusiers Dom-Ino Projekt, ein einfaches Wohnkonzept nach modularem Prinzip, bei dem die Wohnungen übereinander gelegt werden, um Platz effektiv zu nutzen, sowie das Konzept der //maison minimum//. Oftmals verglich Maekawa das Premos-Projekt mit der Automobilindustrie in den USA, wo massenproduzierte Autos am Fließband gebaut und zu erschwinglichen Preisen verkauft wurden. Die Einzelteile für die Häuser wurden in einer stillgelegten Werkstatt einer Zweigstelle der Mandschurischen-Luftfahrt-Aktiengesellschaft in der Präfektur Tottori produziert. Die Holzbearbeitungsmaschinen wurden nicht mehr genutzt und standen Maekawa zur freien Verfügung. Premos stellt den Beginn der vorgefertigten Häuser in Massenproduktion in Japan dar; gleichzeitig konnte Maekawa erste Erfahrungen im Bereich der Produktion sammeln.
  
 **Bibliothek und Musikhalle der Präfektur Kanagawa 1954** **Bibliothek und Musikhalle der Präfektur Kanagawa 1954**
  
-Nach dem Premos-Projekt begann Maekawa, den Raum und seine Verbindungen in den Vordergrund zu stellen, um das „Japanische“ auszudrücken. Für ihn stellte der Raum und seine Einbettung in die Umgebung die größte Errungenschaft der japanischen Architektur dar. Fließende Übergänge zwischen Innerem und Äußerem sollten durch Überlappung der Räume ein harmonisches Ganzes erzeugen. Wie in vormodernen Häusern spielte nun immer öfter Gärten eine Rolle in seinen Entwürfen. Sie sollten einen Dialog zwischen Innen und Außen erzeugen, um die Harmonie der Gebäude mit der Natur zu ermöglichen. Mit der wirtschaftlichen Erholungen des Landes wurde es Maekawa nun möglich, Materialien wie Stahl, Beton oder Aluminium in innovativer Weise zur Umsetzung seiner Ideen zu nutzen.+Nach dem Premos-Projekt begann Maekawa, den Raum und seine Verbindungen in den Vordergrund zu stellen, um das „Japanische“ auszudrücken. Für ihn stellte der Raum und seine Einbettung in die Umgebung die größte Errungenschaft der japanischen Architektur dar. Fließende Übergänge zwischen Innerem und Äußerem sollten durch Überlappung der Räume ein harmonisches Ganzes erzeugen. Wie in vormodernen Häusern spielten nun immer öfter Gärten eine Rolle in seinen Entwürfen. Sie sollten einen Dialog zwischen Innen und Außen erzeugen, um die Harmonie der Gebäude mit der Natur zu ermöglichen. Mit der wirtschaftlichen Erholungen des Landes wurde es Maekawa nun möglich, Materialien wie Stahl, Beton oder Aluminium in innovativer Weise zur Umsetzung seiner Ideen zu nutzen.
  
 Die ersten Bauwerke, in denen er einen fließenden Raumübergang erzeugte, waren die Präfekturbibliothek Kanagawa (Kanagawa-kenritsu toshokan 神奈川県立図書館) und die Präfekturmusikhalle Kanagawa (Kanagawa-kenritsu ongakudô 神奈川県立音楽堂), die 1954 fertiggestellt wurden. Diese Bauten wurden aus verstärktem Beton gebaut, so dass die Mauern keine Last trugen, um mehr Spielraum für die Materialvielfalt zu ermöglichen. Glas, vorgeformter Beton oder auch Ziegel wurden genutzt, um die Wände mit unterschiedlichem Lichteinfall freier und kreativer zu gestalten. Die beiden Gebäude sind an den Ecken durch einen Flur verbunden. Obwohl die Bibliothek eigentlich als ein stiller Ort gilt und die Musikhalle einen Gegenpol dazu bildet, entschied sich Maekawa, beide Räume zu verbinden. Entgegen der Erwartungen dringen die Klänge der Musikhalle trotz der Verbindung nicht in die Bibliothek vor. Dies ist dem architektonischen Können Maekawas geschuldet. Das Gebäude sollte sowohl einen ästhetischen als auch einen funktionalen Aspekt erfüllen.  Die ersten Bauwerke, in denen er einen fließenden Raumübergang erzeugte, waren die Präfekturbibliothek Kanagawa (Kanagawa-kenritsu toshokan 神奈川県立図書館) und die Präfekturmusikhalle Kanagawa (Kanagawa-kenritsu ongakudô 神奈川県立音楽堂), die 1954 fertiggestellt wurden. Diese Bauten wurden aus verstärktem Beton gebaut, so dass die Mauern keine Last trugen, um mehr Spielraum für die Materialvielfalt zu ermöglichen. Glas, vorgeformter Beton oder auch Ziegel wurden genutzt, um die Wände mit unterschiedlichem Lichteinfall freier und kreativer zu gestalten. Die beiden Gebäude sind an den Ecken durch einen Flur verbunden. Obwohl die Bibliothek eigentlich als ein stiller Ort gilt und die Musikhalle einen Gegenpol dazu bildet, entschied sich Maekawa, beide Räume zu verbinden. Entgegen der Erwartungen dringen die Klänge der Musikhalle trotz der Verbindung nicht in die Bibliothek vor. Dies ist dem architektonischen Können Maekawas geschuldet. Das Gebäude sollte sowohl einen ästhetischen als auch einen funktionalen Aspekt erfüllen. 
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 **Expo 58 in Brüssel: „La Main Nippone et la Machine“**  **Expo 58 in Brüssel: „La Main Nippone et la Machine“** 
  
-Das Konzept des fließenden Raumübergangs spielte auch bei der Gestaltung des japanischen Pavillons auf der Expo 58 in Brüssel eine große Rolle. Japan präsentierte sich als moderne Nation, die fest auf der Basis der eigenen Tradition stand. Der Krieg und seine Zerstörung sollten dem Gedanken des Aufbaus und Fortschritts weichen. Maekawa Kunio als Architekt des Pavillongebäudes setzte auf eine noch stärkere Überlappung von Innen und Außen als bisher, indem er beispielsweise durch ein auskragendes Dach in Schmetterlingsform und einen versteckten Garten, ein //abri dans le jardin//, mittig des Pavillons die Grenzen fast verschwinden ließ. Des Weiteren erhöhte Maekawa die Mauern des Raums und nutzte sowohl durchsichtige als auch undurchsichtige Platten um diese zu füllen, damit die Vorstellung des geschlossenen Raumes aufgehoben wird. Mithilfe dieser Elemente schaffte Maekawa fließende Raumübergänge und somit ein Werk, welches in Harmonie mit der Natur war.+Das Konzept des fließenden Raumübergangs spielte auch bei der Gestaltung des japanischen Pavillons auf der Expo 58 in Brüssel eine große Rolle. Japan präsentierte sich als moderne Nation, die fest auf der Basis der eigenen Tradition stand. Der Krieg und seine Zerstörung sollten dem Gedanken des Aufbaus und Fortschritts weichen. Maekawa Kunio als Architekt des Pavillongebäudes setzte auf eine noch stärkere Überlappung von Innen und Außen als bisher, indem er beispielsweise durch ein auskragendes Dach in Schmetterlingsform und einen versteckten Garten, ein //abri dans le jardin//, mittig des Pavillons die Grenzen fast verschwinden ließ. Des Weiteren erhöhte Maekawa die Mauern des Raums und nutzte sowohl durchsichtige als auch undurchsichtige Plattenum diese zu füllen, damit die Vorstellung des geschlossenen Raumes aufgehoben wird. Mithilfe dieser Elemente schaffte Maekawa fließende Raumübergänge und somit ein Werk, welches in Harmonie mit der Natur war.
  
 Die Ausstellung im Pavillon unter dem Titel „La Main Nippone et la Machine“ war in drei Teile unterteilt: Geschichte (//rekishi// 歴史), Industrie (//sangyô// 産業) und Alltagsleben (//seikatsu// 生活). Die "Japanische Hand" symbolisierte dabei die Errungenschaften der japanischen Bevölkerung: Zunächst wird die historischer Perspektive mit archäologischen und historischen Ausstellungsstücken gezeigt, um dann die Industrialisierung und den Wiederaufbau nach dem Krieg einem Bild des zerstörten Hiroshima gegenüber zu stellen. Die letzte Sektion zeigte schließlich traditionelles Handwerk und Wohnräume mit Tatami-Matten. Das Konzept der Ausstellung und der architektonische Raum Maekawas stellten den Menschen und seine Umgebung sowie sein Interagieren mit der Natur in den Vordergrund.  Die Ausstellung im Pavillon unter dem Titel „La Main Nippone et la Machine“ war in drei Teile unterteilt: Geschichte (//rekishi// 歴史), Industrie (//sangyô// 産業) und Alltagsleben (//seikatsu// 生活). Die "Japanische Hand" symbolisierte dabei die Errungenschaften der japanischen Bevölkerung: Zunächst wird die historischer Perspektive mit archäologischen und historischen Ausstellungsstücken gezeigt, um dann die Industrialisierung und den Wiederaufbau nach dem Krieg einem Bild des zerstörten Hiroshima gegenüber zu stellen. Die letzte Sektion zeigte schließlich traditionelles Handwerk und Wohnräume mit Tatami-Matten. Das Konzept der Ausstellung und der architektonische Raum Maekawas stellten den Menschen und seine Umgebung sowie sein Interagieren mit der Natur in den Vordergrund. 
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 Um die Architektur im Sinne der Menschen und ihrer Umgebung gestalten zu können, entwickelt Maekawa einen neuen Zeichenstil. Die sogenannten //hitofudegaki// 一筆書き (Ein-Strich Zeichnungen) ermöglichte es ihm, die Raumgübergänge noch flüssiger und natürlicher zu gestalten. Der Raum als solcher konnte von ihm mit nur einem kontinuierlichen Stich erfasst werden und der Dialog zwischen den inneren Räumen und dem Umfeld konnte nun noch schneller und effektiver realisiert werden. Im Einklang mit der Philosophie von Le Corbusier, für welchen der Plan die Basis des Designs darstellte, verschwanden in Maekawas Entwürfen die Grenzen der Räume und die Architektur befand sich im Fluss. So schaffte er es, mit seiner Architektur natürliche und friedliche Ort zu erschaffen. Um die Architektur im Sinne der Menschen und ihrer Umgebung gestalten zu können, entwickelt Maekawa einen neuen Zeichenstil. Die sogenannten //hitofudegaki// 一筆書き (Ein-Strich Zeichnungen) ermöglichte es ihm, die Raumgübergänge noch flüssiger und natürlicher zu gestalten. Der Raum als solcher konnte von ihm mit nur einem kontinuierlichen Stich erfasst werden und der Dialog zwischen den inneren Räumen und dem Umfeld konnte nun noch schneller und effektiver realisiert werden. Im Einklang mit der Philosophie von Le Corbusier, für welchen der Plan die Basis des Designs darstellte, verschwanden in Maekawas Entwürfen die Grenzen der Räume und die Architektur befand sich im Fluss. So schaffte er es, mit seiner Architektur natürliche und friedliche Ort zu erschaffen.
  
-Das Präfekturmuseum Saitama (Saitama-kenritsu hakubutsukan 埼玉県立博物館) stellt eine der ersten Umsetzungen des neuen Stils Maekawas dar. Er knüpfte die Räume mit fließenden Übergängen, sodass die Besucher*Innen zu einen gemütlichen Spaziergang eingeladen werden. Das Gebäude verschmilzt mit seiner Umgebung; erreicht wird dies zum einen dadurch, dass es tiefer gesetzt wird und zum anderen durch die rot-bräunlichen Ziegel, die an der Fassade angebracht sind. Auch das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln ist nach diesem Prinzip gebaut. Die Museumsgebäude zelebrieren ein Zusammenspiel zwischen dem Raum und der äußerlichen Natur.+Das Präfekturmuseum Saitama (Saitama-kenritsu hakubutsukan 埼玉県立博物館) stellt eine der ersten Umsetzungen des neuen Stils Maekawas dar. Er knüpfte die Räume mit fließenden Übergängen, sodass die Besucher*Innen zu einem gemütlichen Spaziergang eingeladen werden. Das Gebäude verschmilzt mit seiner Umgebung; erreicht wird dies zum einen dadurch, dass es tiefer gesetzt wird und zum anderen durch die rot-bräunlichen Ziegel, die an der Fassade angebracht sind. Auch das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln ist nach diesem Prinzip gebaut. Die Museumsgebäude zelebrieren ein Zusammenspiel zwischen dem Raum und der äußerlichen Natur.
  
  
maekawa_kunio.1659918160.txt.gz · Zuletzt geändert: 2022/08/08 02:22 von bguelsoy