Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


mizuki_yoko

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
mizuki_yoko [2022/08/08 00:21] – [Werke] bguelsoymizuki_yoko [2022/08/08 00:22] (aktuell) – [Fazit] bguelsoy
Zeile 36: Zeile 36:
 Mit der Mutter **Masako**, die sich für das Geschäft aufopfert, aber dann einen Schicksalsschlag nach dem anderen erlebt, inszeniert Mizuki eine Frau, die nicht der Vergangenheit nachtrauert. Konträr dazu lässt sie sich nach dem Tod ihres Ehemanns auf eine neue Liebe ein, was zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich war. Als Witwe wurde von ihr erwartet, dass sie sich nur um die Familie kümmert. Mit der Mutter **Masako**, die sich für das Geschäft aufopfert, aber dann einen Schicksalsschlag nach dem anderen erlebt, inszeniert Mizuki eine Frau, die nicht der Vergangenheit nachtrauert. Konträr dazu lässt sie sich nach dem Tod ihres Ehemanns auf eine neue Liebe ein, was zu dieser Zeit sehr ungewöhnlich war. Als Witwe wurde von ihr erwartet, dass sie sich nur um die Familie kümmert.
  
-Auch **Mitsuko** wird als komplexe Person herausgearbeitet, um sie als eigenständige Persönlichkeit auf Augenhöhe mit Kantarô agieren zu lassen. Trotz der Krankheit bleibt sich zukunftsorientiert und hoffnungsvoll, ihr Leben mit Kantarô fortzuführen.+Auch **Mitsuko** wird als komplexe Person herausgearbeitet, um sie als eigenständige Persönlichkeit auf Augenhöhe mit Kantarô agieren zu lassen. Trotz der Krankheit bleibt sie zukunftsorientiert und hoffnungsvoll, ihr Leben mit Kantarô fortzuführen.
  
-Die Rolle der **Kiku** lag Mizuki besonders am Herzen. Eine entsprechende Schauspielerin zu finden, gestaltete sich schwierig, aber mit Takahashi Emiko 高橋エミ子, die die Lebensgeschichte von Kiku selbst erfahren hat, gelang es, eine authentische Schauspielerin zu gewinnen. Auch bei Kiku überwiegt zum Schluss der Blick in die hoffnungsvollen Zukunft.+Die Rolle der **Kiku** lag Mizuki besonders am Herzen. Eine entsprechende Schauspielerin zu finden, gestaltete sich schwierig, aber mit Takahashi Emiko 高橋エミ子, die die Lebensgeschichte von Kiku selbst erfahren hat, gelang es, eine authentische Schauspielerin zu gewinnen. Auch bei Kiku überwiegt zum Schluss der Blick in die hoffnungsvolle Zukunft.
  
      
 ==== Fazit ==== ==== Fazit ====
  
-Anders als die schillernden Helden von Kurosawa Akira, mit denen man mitfieberte, legte Mizuki Yôko einen anderen Fokus bei der Entwicklung der Charaktere und Geschichten. Sie stellt Japan als eine traumatisierte Nation dar, deren Bevölkerung nicht nur die Vergangenheit verarbeiten, sondern eine Zukunft gestalten muss. Dabei stehen für Mizuki die Opfer und Verlierer des Krieges mit Mittelpunkt, die Wohlstand, Familie, Freunde und die eigene Gesundheit verloren haben. Dem Publikum wird nicht nur das Leid des Krieges vor Augen geführt, sondern auch immer eine Zukunftsvision angeboten. Frauen nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, werden sie doch in den Filmen als eigenständige und für sich selbst verantwortliche Personen inszeniert. Insbesondere in den Adaptionen von Mizukis Drehbüchern durch Naruse Mikio werden die zahlreichen und vielschichtigen Rollen illustriert. +Anders als die schillernden Helden von Kurosawa Akira, mit denen man mitfieberte, legte Mizuki Yôko einen anderen Fokus bei der Entwicklung der Charaktere und Geschichten. Sie stellt Japan als eine traumatisierte Nation dar, deren Bevölkerung nicht nur die Vergangenheit verarbeiten, sondern eine Zukunft gestalten muss. Dabei stehen für Mizuki die Opfer und Verlierer des Krieges im Mittelpunkt, die Wohlstand, Familie, Freunde und die eigene Gesundheit verloren haben. Dem Publikum wird nicht nur das Leid des Krieges vor Augen geführt, sondern auch immer eine Zukunftsvision angeboten. Frauen nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, werden sie doch in den Filmen als eigenständige und für sich selbst verantwortliche Personen inszeniert. Insbesondere in den Adaptionen von Mizukis Drehbüchern durch Naruse Mikio werden die zahlreichen und vielschichtigen Rollen illustriert. 
  
 >> "Barbesitzerinnen, Verkäuferinnen, Sekretärinnen, Geishas, Hausfrauen, Mütter, Töchter: Im Mittelpunkt vieler Filme von Mikio Naruse der frühen 50er Jahre stehen Frauenfiguren. Sie sind unterschiedlichsten Alters, leben in bescheidenen Verhältnissen, in schwierigen Familienkonstellationen, stehen an Wendepunkten. Sie ringen um Respekt, um Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, oftmals mit Einsamkeit und um einen Platz im sich rasant verändernden Nachkriegsjapan. Es sind komplexe, mitunter widersprüchliche Protagonistinnen, mit feinem Gespür gezeichnet und genauem, gleichermaßen teilnahmsvollen wie illusionslosen Blick beschrieben." ("Against all odds" >> "Barbesitzerinnen, Verkäuferinnen, Sekretärinnen, Geishas, Hausfrauen, Mütter, Töchter: Im Mittelpunkt vieler Filme von Mikio Naruse der frühen 50er Jahre stehen Frauenfiguren. Sie sind unterschiedlichsten Alters, leben in bescheidenen Verhältnissen, in schwierigen Familienkonstellationen, stehen an Wendepunkten. Sie ringen um Respekt, um Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, oftmals mit Einsamkeit und um einen Platz im sich rasant verändernden Nachkriegsjapan. Es sind komplexe, mitunter widersprüchliche Protagonistinnen, mit feinem Gespür gezeichnet und genauem, gleichermaßen teilnahmsvollen wie illusionslosen Blick beschrieben." ("Against all odds"
mizuki_yoko.1659910865.txt.gz · Zuletzt geändert: 2022/08/08 00:21 von bguelsoy