okura_kihachiro
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okura_kihachiro [2019/06/24 19:14] – [Literaturangaben] sberg7 | okura_kihachiro [2019/07/11 14:29] (aktuell) – [Literaturangaben] cweber6 | ||
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geboren in 1837 in Shibata (heutige Präfektur Niigata) als Sohn eines einfachen Händlers, gestorben 1928 in Tôkyô | geboren in 1837 in Shibata (heutige Präfektur Niigata) als Sohn eines einfachen Händlers, gestorben 1928 in Tôkyô | ||
- | ==== Berufliche Karriere ==== | + | ==== Berufliche |
- | Im Jahr 1851 zog Ôkura nach Edo, um dort ein Lebensmittelgeschäft zu gründen, das er acht Jahre lang führte. Die Ankunft der Schwarzen Schiffe in Yokohama bewegte ihn jedoch dazu, in den Waffenhandel einzusteigen. Nachdem er eine viermonatige Lehre in einem Waffengeschäft absolvierte, | + | Im Jahr 1851 zog Ôkura nach Edo, um dort ein Lebensmittelgeschäft zu gründen, das er acht Jahre lang führte. Die Ankunft der Schwarzen Schiffe in Yokohama bewegte ihn jedoch dazu, in den Waffenhandel einzusteigen. Nachdem er eine viermonatige Lehre in einem Waffengeschäft absolvierte, |
- | Im Jahr ???? gründete er sein Unternehmen | + | Im Jahr 1873 gründete er sein Unternehmen |
+ | Zudem tätigte er Investitionen ins Ausland und war an der Gründung vieler japanischer Unternehmen beteiligt, u. a. des ersten japanischen Energieversorgungsunternehmens Tôkyô Electric Lightning (heute Tôkyô Electric Power //Tôkyô denryoku kabushikigaisha// | ||
- | ==== Soziales Umfeld | + | Der Waffenhandel blieb jedoch sein Hauptgeschäft und so unterstützte er unter anderem die kaiserlichen Truppen während der Satsuma-Rebellion und später das japanische Militär während des Sino-Japanischen-Krieges und des Russisch-Japanischen-Krieges, |
+ | ==== Ôkura Shûkokan 大倉集古館 | ||
- | ==== Sonstige Tätigkeiten ==== | + | Ôkura begann mit dem Kunstsammeln im Jahr 1878, da er den Verkauf japanischer Kulturgüter in den Westen beklagte und sich selbst in der Aufgabe sah, die japanische Kultur zu schützen und zu fördern. Mit Spenden seiner Gebäude, Gelder und Kunstobjekte gründete Ôkura Kihachirô das //Ôkura shûkokan// 1917 als erstes privates Kunstmuseum Japans. Nachdem das Museum 1923 durch das Große Kantô-Erdbeben vollständig zerstört worden war, wurde es 1928 neu eröffnet. Das neue Gebäude wurde von Itô Chûta 伊東忠太 (1867-1954) im chinesischem Stil entworfen und steht nun vor dem Ôkura Hotel in Minato. 1928 wurde das Gebäude in die Liste der materiellen Kulturgüter aufgenommen. Nach dem Tod des Gründers übernahm sein Sohn Ôkura Kishichirô 大倉喜七郎 (1882-1963) die Leitung des Museums. |
+ | Die Sammlung Ôkuras umfasst etwa 2500 Objekte, darunter Bilder, Bücher, Skulpturen, Keramik, Lackwaren, metallische Objekte und Schwerter und wurde durch den Sohn durch moderne japanische Kunst erweitert. In der Sammlung befinden sich drei Nationalschätze, | ||
- | ==== Sammlung | + | ==== Quellen |
- | Die Sammlung Ôkuras umfasst etwa 2500 Objekte, darunter Bilder, Bücher, Skulpturen, Keramik, Lackwaren, metallische Objekte und Schwerter. In der Sammlung befinden sich drei Nationalschätze, 13 wertvolle Kulturgüter und 44 wertvolle Kunstobjekte. | + | * HAMON, Claude: „//Ôhara Kihachirô: Meiji kara Taishô no, nekkyô no kuni no jigyôka (dairokkai kokusai nihongaku konsôshiamu// |
- | ===== Ôkura | + | * SUNAGAWA, Yukio 砂川幸雄: |
- | Das //Ôkura shûkokan// wurde 1917 als erstes privates Kunstmuseum von Ôkura Kihachirô gegründet. Nachdem es 1923 durch das Große Kantô-Erdbeben vollständig zerstört worden ist, wurde es 1928 neu eröffnet. Das neue Gebäude wurde von Itô Chûta 伊東忠太 (1867-1954) im chinesischem Stil entworfen und steht nun vor dem Ôkura Hotel in Minato. 1928 wurde das Gebäude in die Liste der materiellen Kulturgüter aufgenommen. Nach dem Tod des Gründers übernahm sein Sohn Ôkura Kishichirô 大倉喜七郎 die Leitung des Museums und erweiterte die Sammlung durch die Spende seiner eigenen Sammlung, die moderne japanische Kunst umfasst. | ||
- | ==== Literaturangaben ==== | ||
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- | * HAMON, Claude: „大倉喜八郎:明治から大正の、熱狂の国の事業家 (第6回国際日本学コンソーシア: | ||
- | * SUNAGAWA, Yukio 砂川幸雄: | ||
* „Ôkura, Kihachiro“, | * „Ôkura, Kihachiro“, | ||
* „Ôkura Museum of Art“, abrufbar unter: www.shukokan.org (letzter Zugriff am 10.05.2019). | * „Ôkura Museum of Art“, abrufbar unter: www.shukokan.org (letzter Zugriff am 10.05.2019). | ||
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+ | Sarah Berg | ||
okura_kihachiro.1561396475.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/06/24 19:14 von sberg7