Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


mizuta_mikio_水田三喜男

Mizuta Mikio 水田三喜男

Mizuta wurde am 13. April 1905 in der heutigen Stadt Kamogawa in der Präfektur Chiba geboren. Verstorben ist er mit 71 Jahren am 22. Dezember 1976 in Tôkyô. Er war ein japanischer Jurist, Politiker sowie Universitätsdirektor und Dozent. Mit seiner Ehefrau Seiko 清子 hatte er zwei Töchter, Yoshi 整子 und Noriko 宗子. Sein Vater Shintarô 信太朗 war Bürgermeister von Mizutas Geburtsort.

Leben

Mizuta studierte Recht an der Kyôto Universität (Kyôto daigaku 京都大学) und engagierte sich während seiner Studentenzeit in Anti-Kriegs- und Anti-Militär-Bewegungen. 1931 machte er seinen Abschluss und fand eine Anstellung in der Administration der Stadt Tôkyô. Nebenbei arbeitete er als Lektor an verschiedenen Fachhochschulen. Später wechselte er in die Industrie und verdiente seinen Lebensunterhalt als Inspektor für die Hokuetsu-Erdölgesellschaft 北越石油株式会社, ging jedoch recht schnell weiter zur Daidô-Erdölgesellschaft 大同石油株式会社, um dort die Position des Vorstandsvorsitzenden einzunehmen.

Als Politiker

Bald darauf schlug Mizuta einen neuen Weg seiner Karriere ein. Im Jahr 1946 wurde er zum Repräsentant der Liberalen Demokratischen Partei LDP (Jiyû minshu-tô 自由民主党). Sieben Jahre später wurde er zum Leiter der Beratungsabteilung für Wirtschaft ernannt. Da er sich ebenfalls stark für die Politikforschung einsetzte, bekam er zwei Jahre später, 1955, den Vorsitz des Komitees für Politikforschung. Als Außenminister sowie Minister für Außenhandel und Industrie war er im Jahre 1957 tätig. 1960, drei Jahre später, wurde er als Finanzminister in das Kabinett von Ikeda Hayato 池田勇人 (1899-1965) berufen. Diesen Posten hatte er zwei Jahre inne.

Universitätsgründer

Im Jahre 1965 gründete Mizuta die Jôsai-Universität (Jôsai kokusai daigaku 城西国際大学) in der Stadt Sakado in der Präfektur Saitama und fungierte als deren Direktor. Für ihn war die Bildung von (jungen) Menschen schon länger ein wichtiges Anliegen. Nach seinem Tod folgte seine Tochter Noriko als Direktorin.

Als Kunstinteressierter

Bereits in jungen Jahren interessierte sich Mizuta für japanische Poesie wie waka 和歌 und besonders haiku 俳句. Ebenfalls entwickelte er eine Liebe zu ukiyoe 浮世絵, ein japanisches Genre der bildenden Kunst (besonders populär in Form von Holzschnitt-Drucken), das in der Edo-Zeit (1603-1867) seine Blütezeit erlebte. Zum Sammeln dieser Kunstform inspirierte ihn ein Vortrag von Yoshida Teruji 吉田暎二 (1901-1972), einem Forscher für ukiyoe und kabuki 歌舞伎 (eine Form des japanischen Theaters) .
Zum kulturellen Austausch sowie zur Besichtigung von Ausstellungen reiste Mizuta 1973 nach China.

Mizuta-Museum

Mizuta bijutsukan 水田美術館

Das Museum wurde im März 1979 zu Ehren Mizutas gegründet, 2011 wurde es renoviert. Es befindet sich in der Mizuta-Gedenkbibliothek (Mizuta kinen toshokan 水田記念図書館) der Jôsai-Universität.

Sammlung

Die Sammlung wurde im Jahre 1976 an die Jôsai-Universität übergeben und umfasst etwa 200 japanische Gemälde und Drucke, wobei der Schwerpunkt auf ukiyoe liegt. Unter den Objekten befinden sich neun bedeutende Kunstgüter, von denen den Werken von Katsushika Hokusai 葛飾北斎 (1760-1849) und Utagawa Hiroshige 歌川広重 (1797-1858) besonders große Bedeutung beigemessen wird.

Quellen

  • ANGEL, Robert: „Explaining Policy Failure: Japan and the International Economy, 1969-1971“. In: Journal of Public Policy, Bd. 8, Nr. 2 (1988), S. 175-194.
  • BROWN, Robert: The Ministry of Finance. Bureaucratic Practices and the Transformation of the Japanese Economy. Westport, Connecticut und London: Quorum Books 1999.

Michaela Pail

mizuta_mikio_水田三喜男.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/11 14:28 von cweber6